Die Mitarbeiter im Rathaus stellten zu Arbeitsbeginn einen sehr intensiven Geruch fest und alarmierten vorsorglich Feuerwehr und Polizei. Bei unserem Eintreffen war das Rathaus bereits nahezu vollständig geräumt. Wir sperrten den Bereich ab und erkundeten die Lage. Im Bereich eines Durchgangs stellten wir mehrere kleine „Pfützen“ fest, die sich bei weiterer Analyse als säurehaltig erwiesen. In Verbindung mit dem Geruch lag der Verdacht auf Buttersäure nahe – abschließend bestätigen konnten wir dies jedoch nicht. Mit unseren Messgeräten konnten wir in der Umgebung keine Auffälligkeiten feststellen. Wir nahmen die Flüssigkeitsansammlungen mit Bindemittel auf und spülten den Bereich mit Wasser nach, um die Geruchsbelästigung weiter zu reduzieren. Anschließend übergaben wir die Einsatzstelle an die Stadtverwaltung. Weitere Informationen können den Medien entnommen werden; unter anderem fand am Nachmittag ein Pressegespräch der Stadt Sonthofen statt.
Personensuche im Bereich Burgberg

Im Bosch-Werk in Immenstadt/Seifen kam es zu einem Vorfall, bei dem ein zunächst unbekannter Stoff innerhalb einer Halle freigesetzt wurde. Ein Mitarbeiter wurde dabei verletzt. Die Werkfeuerwehr führte vor Ort erste Messungen durch und stellte eine erhöhte Chlorgaskonzentration fest. Daraufhin wurden weitere Freiwillige Feuerwehren aus dem Umkreis nachalarmiert. Auch wir wurden mit unserem Messkoffer zur Unterstützung bei der Stoffanalyse alarmiert und übernahmen den Einsatzabschnitt „Messen“.
Gemeinsam mit dem Fachberater Chemie, den übrigen Abschnittsleitern und der Einsatzleitung wurde die Stoffkonzentration innerhalb der Halle ermittelt, und daraus wurden die notwendigen Einsatzmaßnahmen abgeleitet. Im weiteren Verlauf wurden zusätzliche Atemschutzgeräteträger mit CSA-Ausbildung benötigt. Daher wurde gegen 21:30 Uhr Gesamtalarm für die Feuerwehr Sonthofen ausgelöst; zudem wurde die Atemschutzsammelstelle unserer Abteilungswehr Altstädten angefordert.
Da die Einsatzmaßnahmen rasch Wirkung zeigten, konnten die Einsatzkräfte nach und nach aus dem Einsatz herausgelöst werden. Die letzten Kräfte rückten um 00:30 Uhr wieder ein. Für uns war es bereits der dritte Einsatz an diesem Tag – zwischen 11:30 Uhr und 00:30 Uhr des Folgetages waren wir insgesamt rund sieben Stunden im Einsatz.
Bild: Blaulichtreport Südschwaben/Allgäu
Unser Einsatzleitwagen wurde zur Unterstützung bei einer Personensuche nach Bolsterlang alarmiert. Im weiteren Einsatzverlauf wurde zusätzlich unsere Drohneneinheit nachgefordert.
Noch während die Vorbereitungen für eine großangelegte Suchaktion liefen, meldeten die Kameraden der Feuerwehr Bolsterlang, dass die vermisste Person von Anwohnern aufgefunden worden war. Wir begaben uns daraufhin umgehend zum Fundort und übernahmen gemeinsam mit den Bolsterlanger Kameraden die Erstversorgung, bis der Rettungsdienst eintraf und die Person übernahm.
Wohnungsöffnung für Polizei und Rettungsdienst, aufgrund der Diagnose musste die Patientin im Anschluss mit Drehleiter schonend aus dem 3. OG gerettet werden.
Am 25. und 26.09.2026 waren wir auf Einladung des Kreisfeuerwehrverbandes mit zehn Maschinisten, dem LF 20 und dem Unimog zum Fahrtraining in Oberstdorf. Auf dem Programm standen Übungen im Gelände und im Parcours.
In der Kiesgrube der Firma Brutscher konnten unsere Fahrer ihr Können im Gelände unter Beweis stellen und dabei die Grenzen des Unimogs kennenlernen. Enge Kurven, steile Abhänge vorwärts wie rückwärts sowie unebener Untergrund verlangten volle Konzentration.
Im Nordic Zentrum war anschließend Geschicklichkeit im Parcours gefragt. Die Fahrer mussten unter anderem einen Slalom fahren, rückwärts seitlich einparken und das Fahrzeug rückwärts um eine 90-Grad-Kurve lenken.

Ein besonderes Highlight war die Gefahrenbremsung aus 40 km/h. Sie zeigte eindrucksvoll, wie lang der Bremsweg eines solchen Feuerwehrfahrzeugs ist.
Wir bedanken uns herzlich beim Kreisfeuerwehrverband, der Feuerwehr Oberstdorf und allen Beteiligten für die Organisation und die Möglichkeit, dieses wichtige Training zu absolvieren!
Ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses meldete Gasgeruch im Treppenhaus. Bei unserem Eintreffen war ein undefinierbarer Geruch wahrnehmbar, mit unseren Messgeräten konnten wir jedoch nichts feststellen. Da das Haus über einen Gasanschluss verfügt, verschafften wir uns Zugang zum Heizungsraum; auch dort konnten wir nichts feststellen. Daraufhin durchsuchten wir die übrigen Kellerräume sowie die Tiefgarage. In der Tiefgarage fanden wir einen Eimer vor, von dem der Geruch offensichtlich ausging. Über die Polizei wurde der Eigentümer ausfindig gemacht. Er gab an, in dem Eimer Metallteile in einer Salzsäurelösung zu entrosten. Wir brachten den Eimer ins Freie und öffneten ihn. Dabei stellten wir fest, dass die Metallteile bereits mit der Lösung reagierten und sich Zersetzungsprodukte bildeten, die letztlich die Ursache für den Geruch waren. Der Besitzer entfernte die Metallteile selbstständig aus dem Eimer. Den Eimer übergaben wir in einem speziellen Aufbewahrungsfass zur Entsorgung an die Polizei.

Brandmeldeanlage ausgelöst durch Wasserdampf.
Ein piepender Rauchmelder und Brandgeruch alarmierten die Bewohner in einem Mehrfamilienhaus. Da der Bewohner der betreffenden Wohnung laut Aussage der Nachbarn gesichert zu Hause sein soll, verschafften wir uns schnellstmöglichen Zutritt zur Wohnung und fanden dort den leicht benommenen Bewohner, sowie die angekokelten Speisen auf dem Herd vor. Wir betreuten die Person bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Die Wohnung wurde durch uns belüftet.
Vermutlich aufgrund der kurzen Wetterfront schlug ein Kellerfenster auf und beförderte ein Glasgefäß mit unbekanntem Inhalt zu Boden, das Gefäß ging dabei zu Bruch und im gesamten Haus verbreitete sich ein starker Geruch. Wir nahmen die Flüssigkeit mit Bindemittel auf und belüfteten das Gebäude entsprechend.


