ABC 2 #A1213#Gefahrstoff#kleine Menge

Die Mitarbeiter im Rathaus stellten zu Arbeitsbeginn einen sehr intensiven Geruch fest und alarmierten vorsorglich Feuerwehr und Polizei. Bei unserem Eintreffen war das Rathaus bereits nahezu vollständig geräumt. Wir sperrten den Bereich ab und erkundeten die Lage. Im Bereich eines Durchgangs stellten wir mehrere kleine „Pfützen“ fest, die sich bei weiterer Analyse als säurehaltig erwiesen. In Verbindung mit dem Geruch lag der Verdacht auf Buttersäure nahe – abschließend bestätigen konnten wir dies jedoch nicht. Mit unseren Messgeräten konnten wir in der Umgebung keine Auffälligkeiten feststellen. Wir nahmen die Flüssigkeitsansammlungen mit Bindemittel auf und spülten den Bereich mit Wasser nach, um die Geruchsbelästigung weiter zu reduzieren. Anschließend übergaben wir die Einsatzstelle an die Stadtverwaltung. Weitere Informationen können den Medien entnommen werden; unter anderem fand am Nachmittag ein Pressegespräch der Stadt Sonthofen statt.

ABC 3 #A1312#Gefahrstoff#Gasaustritt im Gebäude

Im Bosch-Werk in Immenstadt/Seifen kam es zu einem Vorfall, bei dem ein zunächst unbekannter Stoff innerhalb einer Halle freigesetzt wurde. Ein Mitarbeiter wurde dabei verletzt. Die Werkfeuerwehr führte vor Ort erste Messungen durch und stellte eine erhöhte Chlorgaskonzentration fest. Daraufhin wurden weitere Freiwillige Feuerwehren aus dem Umkreis nachalarmiert. Auch wir wurden mit unserem Messkoffer zur Unterstützung bei der Stoffanalyse alarmiert und übernahmen den Einsatzabschnitt „Messen“.

Gemeinsam mit dem Fachberater Chemie, den übrigen Abschnittsleitern und der Einsatzleitung wurde die Stoffkonzentration innerhalb der Halle ermittelt, und daraus wurden die notwendigen Einsatzmaßnahmen abgeleitet. Im weiteren Verlauf wurden zusätzliche Atemschutzgeräteträger mit CSA-Ausbildung benötigt. Daher wurde gegen 21:30 Uhr Gesamtalarm für die Feuerwehr Sonthofen ausgelöst; zudem wurde die Atemschutzsammelstelle unserer Abteilungswehr Altstädten angefordert.

Da die Einsatzmaßnahmen rasch Wirkung zeigten, konnten die Einsatzkräfte nach und nach aus dem Einsatz herausgelöst werden. Die letzten Kräfte rückten um 00:30 Uhr wieder ein. Für uns war es bereits der dritte Einsatz an diesem Tag – zwischen 11:30 Uhr und 00:30 Uhr des Folgetages waren wir insgesamt rund sieben Stunden im Einsatz.

Bild: Blaulichtreport Südschwaben/Allgäu

THL 1 #T2724#Rettung#Personensuche

Unser Einsatzleitwagen wurde zur Unterstützung bei einer Personensuche nach Bolsterlang alarmiert. Im weiteren Einsatzverlauf wurde zusätzlich unsere Drohneneinheit nachgefordert.

Noch während die Vorbereitungen für eine großangelegte Suchaktion liefen, meldeten die Kameraden der Feuerwehr Bolsterlang, dass die vermisste Person von Anwohnern aufgefunden worden war. Wir begaben uns daraufhin umgehend zum Fundort und übernahmen gemeinsam mit den Bolsterlanger Kameraden die Erstversorgung, bis der Rettungsdienst eintraf und die Person übernahm.

ABC 1 #A1013#Geruch#Geruch nach Erdgas / Gas

Ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses meldete Gasgeruch im Treppenhaus. Bei unserem Eintreffen war ein undefinierbarer Geruch wahrnehmbar, mit unseren Messgeräten konnten wir jedoch nichts feststellen. Da das Haus über einen Gasanschluss verfügt, verschafften wir uns Zugang zum Heizungsraum; auch dort konnten wir nichts feststellen. Daraufhin durchsuchten wir die übrigen Kellerräume sowie die Tiefgarage. In der Tiefgarage fanden wir einen Eimer vor, von dem der Geruch offensichtlich ausging. Über die Polizei wurde der Eigentümer ausfindig gemacht. Er gab an, in dem Eimer Metallteile in einer Salzsäurelösung zu entrosten. Wir brachten den Eimer ins Freie und öffneten ihn. Dabei stellten wir fest, dass die Metallteile bereits mit der Lösung reagierten und sich Zersetzungsprodukte bildeten, die letztlich die Ursache für den Geruch waren. Der Besitzer entfernte die Metallteile selbstständig aus dem Eimer. Den Eimer übergaben wir in einem speziellen Aufbewahrungsfass zur Entsorgung an die Polizei.

B BMA #B1715#Meldeanlage#Rauchwarnmelder

Ein piepender Rauchmelder und Brandgeruch alarmierten die Bewohner in einem Mehrfamilienhaus. Da der Bewohner der betreffenden Wohnung laut Aussage der Nachbarn gesichert zu Hause sein soll, verschafften wir uns schnellstmöglichen Zutritt zur Wohnung und fanden dort den leicht benommenen Bewohner, sowie die angekokelten Speisen auf dem Herd vor. Wir betreuten die Person bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Die Wohnung wurde durch uns belüftet.

ABC 1 #A1013#Geruch#Geruch nach Erdgas / Gas

Vermutlich aufgrund der kurzen Wetterfront schlug ein Kellerfenster auf und beförderte ein Glasgefäß mit unbekanntem Inhalt zu Boden, das Gefäß ging dabei zu Bruch und im gesamten Haus verbreitete sich ein starker Geruch. Wir nahmen die Flüssigkeit mit Bindemittel auf und belüfteten das Gebäude entsprechend.

THL 3 #T2910#Rettung#Person eingeklemmt (nicht VU)

Bei unserem Eintreffen lag eine Person im Graben und war im Beinbereich unter einem Aufsitzrasenmäher eingeklemmt. Glücklicherweise waren bereits Kollegen vor Ort und hatten den Minitraktor entsprechend gesichert. Mit Unterbaumaterial sowie der Seilwinde unseres Rüstwagens wurde das Fahrzeug zusätzlich gegen weiteres Abrutschen gesichert. Nachdem die Person durch den Rettungsdienst soweit versorgt war, konnte sie durch langsames Anheben des Traktors zügig befreit und anschließend an den Rettungsdienst übergeben werden.