Da wurde es Sonthofer Feuerwehrlern auch mal warm. Bis zu 600 Grad Celsius herrschten bei einer Übung im Brandhaus in der Jägerkaserne. Das sagte der Leiter der Ausbildungsanlage, Herbert Zatloukal. 29 Atemschutzträger der Sonthofer Wehr besuchten die außerordentliche Übung auf dem Areal der ABC- und Selbstschutzschule.
Dort musste zum Beispiel auf dem Dachboden des Brandhauses bei "Nullsicht" nach Menschen und Gefahrstoffen gesucht werden. Danach ging es in den "Kriechgang": Die ovale Betonröhre lässte gerade einmal das Bewegen auf allen Vieren zu und bietet neben dem Gefühl der Enge auch künstlich erzeugten Rauch. Weiter mussten die Retter aus dem Brandhaus eine rund 80 Kilogramm schwere Puppe ins Freie bringen. Nach dieser körperlich schweren Aufgabe konnten die beteiligten Floriansjünger dann noch die Wärme im Brandhaus "genießen".
Jung Feuerwehrleute trainieren Umgang mit Atemschutzgeräten
Atemschutzleiter Markus Kracker: "Mit solchen Übungen wollen wir es gerade jüngeren Trägern von Atemschutzgeräten mit wenigen heißen Einsätzen ermöglichen, sich an hohe Temperaturen zu gewöhnen." Zum Einsatz kamen bei der Übung erstmals die aus Nomex verstärkten Überhosen der Sonthofer Floriansjünger. (uw)
Foto : Innenangriff & Blick auf die Wärmebildkamera